Interviews https://www.smartwatch-im-praxistest.de Alle aktuellen Smartwatches im Praxistest Sun, 21 Jul 2019 00:57:36 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.3 Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsung https://www.smartwatch-im-praxistest.de/smartwatch-interview-mit-philipp-schlegel-von-samsung/ Wed, 26 Apr 2017 15:34:40 +0000 http://smartwatch-im-praxistest.de/?p=4858 In unserem Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsung sprechen wir unter anderem über die Samsung Gear S3, Tizen und die Baselworld 2017. Knapp vier Wochen liegt die Baselworld 2017 nun hinter uns. Auf der weltgrößten Uhrenmesse wurden so viele neue Smartwatches vorgestellt, wie nie zuvor (Nachlese Baselworld Live-Blog). Auch wenn viele Smartwatch Enthusiasten ein […]

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In unserem Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsung sprechen wir unter anderem über die Samsung Gear S3, Tizen und die Baselworld 2017.

Knapp vier Wochen liegt die Baselworld 2017 nun hinter uns. Auf der weltgrößten Uhrenmesse wurden so viele neue Smartwatches vorgestellt, wie nie zuvor (Nachlese Baselworld Live-Blog). Auch wenn viele Smartwatch Enthusiasten ein neues Samsung Wearable auf der Baselworld herbeigesehnt haben, war doch relativ schnell klar, dass der Südkoreanische Konzern diese Bühne für andere Zwecke nutzen wollte. Immerhin ist die Baselworld eine Messe mit viel Tradition und der Fokus liegt zweifelsohne auf den Schweizer Luxusuhrenmarken.

Wer den Weg in den zweiten Stocks der Messe Basel fand, wurde trotzdem nicht enttäuscht. Der Samsung Stand war chic und auffällig, was genauso auf die Ausstellungsstücke zutraf. Das Highlight waren die Design-Konzepte der Samsung Gear S3. Ob Taschenuhr, Mechanik-Hybrid oder einfach gewagte Gear S3 Gehäusedesigns – wir staunten nicht schlecht, als wir die Kreationen das erste Mal sahen. Natürlich schoss uns die Frage durch den Kopf, ob es sich nur um kreative Spielereien handele oder ernst gemeinte Prototypen, die irgendwann Marktreife erlangen.

Ein guter Grund, mit Philipp Schlegel von Samsung ein ausführliches Interview zu führen. Von Samsungs Junior Product Manager für die Bereiche IT & Mobile Communication bekamen wir einige Antworten auf unsere Fragen. In unserem Gespräch ging es unter anderem um den Erfolg der Samsung Gear S3, die Entwicklung des Tizen-Betriebssystems und natürlich um die Frage, wann und wo der Nachfolger der Samsung Gear S3 vorgestellt wird.

Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsung

Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsung

 

smartwatch-im-praxistest.de: Samsung ist das erste Mal auf der Baselworld mit einem eigenen Messestand vertreten. Wie fühlt es sich als Tech-Unternehmen an, zwischen all den Luxusuhrenmarken auszustellen?

Philipp Schlegel: Die Nachfrage und Neugierde nach unseren Uhren ist groß. Der Stand wird gut angenommen, das gilt ebenso für unsere Uhren. Ich denke es ist schon ein Statement, dass ein klassischer Elektronikhersteller wie Samsung hier auf der Baselworld vertreten ist. Es zeigt, dass die gesamte Branche im Wandel ist und Smartwatches immer massentauglicher werden. Wir wollen vor allem beweisen, dass Smartwatches außergewöhnlich sein können und klassischen Uhren in puncto Design in nichts nachstehen.

s-i-p.de: Mit welchen Erwartungshaltungen seid ihr auf die Baselworld gekommen? Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die ihr ansprechen wollt? Seid ihr auf der Suche nach bestimmten Partnern?

Philipp Schlegel: Generell sprechen wir mit unseren Smartwatches Menschen an, die einen aktiven Lebensstil pflegen. Für diese Zielgruppe ist es wichtig, mit smarten Funktionen den Alltag zu erleichtern und ihre persönliche Fitness mithilfe intelligenter Anwendungen zu steigern. Meist sind es auch Individualisten, die auf wechselbare Elemente wie Ziffernblätter oder Armbänder Wert legen. Das ist Ausdruck des eigenen Styles.

s-i-p.de: Das Thema Smartwatch kommt langsam auch in der konventionellen Uhrenbranche an. Siehst du das genauso?

Philipp Schlegel: Das Thema Smartwatch kommt im Bewusstsein der Konsumenten zunehmend an. Wir sind zwar das erste Mal mit einem eigenen Stand auf der Baselworld vertreten, aber es ist offensichtlich, dass Smartwatches hier ein Thema sind.

Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von Samsungs-i-p.de: Trotzdem gibt es noch genügend Kritiker der Smartwatch. Einige Tech-Journalisten versuchen noch immer, das Thema totzschreiben. Mit der Samsung Gear S2 und der Gear S3 habt ihr bereits bewiesen, wie erfolgreich Smartwatches sein können. Wie siehst du die Entwicklung in den nächsten Jahren?

Philipp Schlegel: Anhand der Entwicklung der letzten Jahre kann man prognostizieren, dass der Markt weiter wachsen wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich Qualität, Verarbeitung und Design von Smartwatches in die richtige Richtung entwickelt haben. Nehmen wir die Samsung Gear S3: Optisch unterscheidet sich die Smartwatch nicht mehr von einer konventionellen Uhr. Durch das Always-on Display erkennt man außerdem auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich um eine Smartwatch handelt. Auch die Wechselarmbänder verleihen der Gear S3 einen individuellen Look. Es ist die Mischung aus klassischem, schönen Design und smarten Funktionen, die Smartwatches wie die Gear S3 gerade so attraktiv machen.

s-i-p.de: Ein weiterer Trend sind momentan Hybrid Smartwatches. Fashion-Hersteller wie Fossil erschließen gerade diese Nische. Wie steht ihr zu smarten Analoguhren?

Philipp Schlegel: Zu zukünftigen Produkten kann ich noch nichts sagen, denn schließlich wollen wir die Vorfreude erhalten. Was ich allerdings sagen kann ist, dass die Nutzer der Gear S3 die Möglichkeiten, die diese Smartwatch bietet, vollständig ausnutzen. Fitness-Tracking, GPS, Musikplayer, Apps wie Spotify oder Here WeGo – das wird alles genutzt. Und ich bin der Meinung, dass dies auch ein elementarer Baustein ist, weshalb unsere Smartwatches so gut ankommen.

s-i-p.de: Die Samsung Gear S3 kam im November 2016 auf den Markt. Wie laufen die Verkäufe bisher?

Philipp Schlegel: Die Samsung Gear S3 verkauft sich gut. Beide Modelle [Frontier & Classic, Anm. d. Verf.] werden gut angenommen und auch wenn wir keine Verkaufszahlen nennen können, lässt sich sagen, dass wir einen starken Einfluss auf den Markt verzeichnen. Gerade die Bedienung der Lünette wird immer wieder als revolutionär bezeichnet. Zudem bilden die innovativen Funktionen und das edle Design eine harmonische und zeitlos schöne Einheit. Das Feedback, das wir von Partnern und Kunden bekommen, bestärkt unsere Pläne, den Bereich der Smartwatches weiter auszubauen und mit innovativen Konzepten zu überraschen.

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s-i-p.de: Mit Tizen OS habt ihr ein eigenes Betriebssystem, das auf eure Wearables angepasst wurde. Damit seid ihr nicht auf externe Partner wie z.B. Google angewiesen. Das gleiche gilt auch für die Hardware in euren Smartwatches. Welche Möglichkeiten eröffnet das?

Philipp Schlegel: Dank Tizen ist beispielsweise die drehbare Lünette der Gear S2 und Gear S3 erst möglich. Unter einem anderen Betriebssystem wäre es schwieriger gewesen, diese Art der Steuerung umzusetzen. Unsere Smartwatches haben durch die Lünette einen klaren Vorteil, denn so verdecken die Hände das Display nicht. Das System hat eine schöne Benutzeroberfläche und ist optimal auf kleine Geräte abgestimmt. Was gerade bei Smartwatches auch eine wichtige Rolle spielt, ist das Energiemanagement. Tizen arbeitet sehr effizient und schont somit den Akku. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir direkt mit Partnern wie z. B. Spotify oder Nokia Here sprechen können. Das macht die Zusammenarbeit einfacher. Die Kommunikationswege sind kürzer und es wird auf Augenhöhe diskutiert, welche Apps sinnvoll und umsetzbar sind.

s-i-p.de: Wie siehst du die Entwicklung der für das Tizen Betriebssystem verfügbaren Smartwatch Apps?

Smartwatch Interview mit Philipp Schlegel von SamsungPhilipp Schlegel: Mittlerweile gibt es sehr viele Entwickler, die ihre Software auf Tizen umsetzen. Wir nutzen das Betriebssystem ja nicht nur für unsere Wearables, sondern z. B. auch für unsere Smart TVs. Tizen erleichtert dabei die Vernetzung unserer Geräte. Unser SDK [Software Development Kit, Anm. d. Verf.] trägt ebenfalls dazu bei, dass sich immer mehr Entwickler an unsere Plattform heranwagen.

s-i-p.de: Bei all dem Lob für die Samsung Gear S3 hat die Smartwatch aus unserer Sicht noch immer eine Schwachstelle: Sie ist nicht richtig wasserdicht –  nur nach IP68 zertifiziert. Habt ihr das Thema auf dem Schirm und wie sind die Rückmeldungen von euren Kunden dazu?

Philipp Schlegel: Generell wird die IP68 Zertifizierung von unseren Kunden nicht nur gut angenommen, sondern inzwischen sogar vorausgesetzt. Ähnlich wie beim Smartphone wollen die Kunden sichergehen, dass ihre Technik mit ihrem Lebensstil mithält und auch einen plötzlichen Regenschauer oder ein Malheur übersteht. Aber da ist noch Luft nach oben. Es ist ein Punkt, den wir in die Entwicklung einfließen lassen, allerdings ist es auch nicht ganz einfach, eine Smartwatch zu bauen, die bis zu X Meter wasserdicht ist. Dennoch orientieren wir uns daran, welches Feedback unsere Kunden geben. Für den Alltag reicht die IP68-Zertifizierung aber sicher aus.

s-i-p.de: Anfang des Jahres kam die offizielle iOS App für die Samsung Gear S3 raus. Was sind die Gründe dafür, dass es so lange gedauert hat, bis iPhone User auch in den Genuss kompatibler Samsung Wearables kamen?

Philipp Schlegel: Wir legen größten Wert auf unsere Qualitätssicherung. Dementsprechend wollten wir sicherstellen, dass das Zusammenspiel zwischen iOS und unserer Smartwatch bestmöglich funktioniert und ein reibungsloses Nutzererlebnis bietet. Das braucht seine Zeit.

s-i-p.de: 2015 kam die Samsung Gear S2, 2016 die Gear S3. Lässt sich das extrapolieren?

Philipp Schlegel: Geschickt gefragt, aber zu zukünftigen Produkten kann ich nichts sagen. Aber wir wären nicht Samsung, wenn wir uns nicht immer am Puls der Zeit orientieren würden. Von daher werden wir auch zukünftig mit spannenden und revolutionären Produkten aufwarten.

s-i-p.de: Bestimmt sprechen wir uns auf der IFA 2017 wieder. Ich bedanke mich für das Smartwatch Interview.

 

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]]> Interview mit Mario Huaroto Levy zur Casio WSD-F20 Pro Trek https://www.smartwatch-im-praxistest.de/interview-mit-mario-huaroto-levy-zur-casio-wsd-f20-pro-trek/ Fri, 21 Apr 2017 11:10:48 +0000 http://smartwatch-im-praxistest.de/?p=4803 Auf der Baselworld 2017 haben wir mit Casio Product Specialist Mario Huaroto Levy ein ausführliches Interview zur neuen Casio WSD-F20 Pro Trek geführt. Auf Messen begegnet man in der Regel zwei Arten von Menschen. Die einen spulen die durchaus anstrengenden Messetage fast schon maschinell ab. Gespräche sind meist von kurzer Dauer und geringer Substanz. Auf der anderen […]

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Auf der Baselworld 2017 haben wir mit Casio Product Specialist Mario Huaroto Levy ein ausführliches Interview zur neuen Casio WSD-F20 Pro Trek geführt.

Auf Messen begegnet man in der Regel zwei Arten von Menschen. Die einen spulen die durchaus anstrengenden Messetage fast schon maschinell ab. Gespräche sind meist von kurzer Dauer und geringer Substanz. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die für ihre Produkte und das Unternehmen, das sie vertreten, brennen. Das ist die beste Voraussetzung für ein interessantes und aufschlussreiches Gespräch – vor und abseits des Mikrofons.

Auf der Baselworld 2017 haben wir im Zuge unserer Live-Berichterstattung (Nachlese) auch den Casio Messestand besucht, auf dem vor allem die neue Casio WSD-F20 Pro Trek (Praxistest) für uns im Mittelpunkt stand. Hier sind wir gleich mehreren Casio Mitarbeitern begegnet, die einen unheimlichen Enthusiasmus und eine erfrischend lockere und ehrliche Art an den Tag gelegt haben. Ein Glücksmoment für jeden Journalisten.

Einer dieser Casio Verantwortlichen ist Mario Huaroto Levy. Auf seiner Visitenkarte steht “Product Specialst Smartwatch”, doch es könnte genauso gut “Smartwatch-Fan mit Pioniergeist” heißen. Wir haben mit ihm ein interessantes Gespräch über die neue Casio WSD-F20 Pro Trek, aber auch über die allgemeine Entwicklung der Smartwatch-Branche und den Stellenwert des Themas im Casio-Konzern geführt.

Unseren ausführlichen Praxistest der Casio WSD-F20 Pro Trek Outdoor Smartwatch mit android wear 2.0 findet ihr hier.




 

Interview mit Mario Huaroto Levy von Casio, u.a. über die Casio WSD-F20 Pro Trek

smartwatch-im-praxistest.de: Casio hat zwei vollwertige und mehrere smarte Analoguhren im Portfolio. Wie wichtig ist die Baselworld zur Präsentation der intelligenten Uhren, vor dem Hintergrund, dass sich die Messe erst in den letzten beiden Jahren für das Thema geöffnet hat?

Mario Huaroto Levy: Die Relevanz des Themas Smartwatch kann man gut an der Positionierung der Stände hier auf der Baselworld ablesen. Wir sind natürlich nicht ganz vorne mit dabei, aber in guter Gesellschaft, z.B. mit Samsung. Daran merkt man, dass Smartwatches mittlerweile präsent sind. Wir leisten hier aber Pionierarbeit und sind immer noch von viele Traditionalisten umgeben. Unser Ziel auf der Baselworld ist, ein Grundinteresse für das Thema Smartwatch zu erzeugen.

s-i-p.de: Wie lässt sich das Thema Smartwatch im Gesamtportfolio von Casio derzeit einordnen?

Mario Huaroto Levy: Wir legen bereits heute einen großen Fokus auf das Thema. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die WSD-F20 unter unserer Outdoor-Marke „Pro Trek“ erscheint und daher eine Nische belegt. Davon rücken wir auch erst einmal nicht ab. Hier sehen wir derzeit die größten Möglichkeiten, die Kompetenz von Casio als Hersteller optimal auszuspielen. Im Gesamtportfolio stehen aber immer noch Marken wie G-Shock vor den Smartwatches. Ob es außerhalb des Outdoor-Bereichs weitere Smartwatches von Casio geben wird, ist natürlich auch davon abhängig, wie gut sich die WSD-F20 Pro Trek macht. Am 21. April 2017 werden wir sehen, wie die Verkäufe laufen und auf dieser Basis weiterplanen.

s-i-p.de: Bezieht sich dieses Release-Date lediglich auf den europäischen Markt?

Casio WSD-F20 Pro Trek InterviewMario Huaroto Levy: Wir releasen die WSD-F20 Pro Trek am 21. April weltweit. Natürlich wird sie nicht in allen Ländern der Welt verfügbar sein, aber die wichtigsten Absatzmärkte werden natürlich bedient, darunter auch die Hauptländer der EU.

s-i-p.de: Wo kann man die Casio WSD-F20 Pro Trek kaufen?

Mario Huaroto Levy: Vor allem im Fachhandel. Wir werden die Casio WSD-F20 Pro Trek über Juweliere anbieten. Darüber hinaus war schon immer Galerie Kaufhof ein Vertriebspartner. Wir sind außerdem in Gesprächen mit verschiedenen Sport- und Outdoor-Ketten. Bisher sind wir in diesem Bereich lediglich in den Globetrotter-Flagships in Berlin und Hamburg vertreten. Die Casio WSD-F20 Pro Trek wird hingegen nicht bei den bekannten Elektromärkten wie Saturn oder MediaMarkt verfügbar sein.

s-i-p.de: Wo liegen konkret die Unterschiede zwischen der Casio WSD-F20 Pro Trek und dem Vorgängermodell, der Casio WSD-F10?

Mario Huaroto Levy: Eine der wichtigsten Neuerungen der WSD-F20 ist das GPS-Modul. Gerade für den Outdoor-Bereich ist das natürlich relevant. Das war uns beim Vorgängermodell eigentlich auch schon bewusst, doch GPS-Module sind tricky. Sie ziehen sehr viel Akku, was bei einer Outdoor-Uhr natürlich schlecht ist. Outdoor-Sportler sind in der Regel auf einen ganzen Tag Akkulaufzeit mit aktiviertem GPS angewiesen. Mit dem Vorgänger konnten wir das nicht gewährleisten. Auch Mitbewerber haben dieses Problem. Wir haben daher für die Casio WSD-F20 Pro Trek ein energiesparendes GPS-Modul entwickelt, das 75 Prozent weniger Energie als das des Vorgängermodells verbraucht. Es ist nun möglich, Outdoor-Touren ausschließlich mit dem GPS der Smartwatch durchzuführen.

s-i-p.de: Was habt ihr am Kartenmaterial im Vergleich zum Vorgänger verändert?

Mario Huaroto Levy: Durch die neue Location Memory Funktion hat der User nun die Möglichkeit, auf Open Source Karten von Mapbox zurückzugreifen. Das geht online, aber eben auch offline. Ich kann mir also im Vorfeld meiner Tour die Karten auf meine Casio WSD-F20 Pro Trek laden und bin für alle Eventualitäten gerüstet. Darüber hinaus kann ich über die Smartwatch Positionierungen setzen, z.B. für schöne Aussichtspunkte, gute Stellen zum Fischen etc.

s-i-p.de: Die Casio WSD-F20 Pro Trek kommt direkt mit android wear 2.0. Auch der Vorgänger erhält das Update. Wie beurteilst Du die Entwicklung des Google Betriebssystems?

Mario Huaroto Levy: Durch android wear 2.0 ist die autarke Nutzung von Apps möglich geworden. Das ist vor allem für iPhone Nutzer sehr relevant. Eine 100-prozentige Kompatibilität wird wohl schwer herzustellen sein, weil iOS ein geschlossenes System ist, aber mit eigenständigen Smartwatch Apps kommt man dem Ganzen schon etwas näher. Außerdem wurde unter android wear 2.0 die Bedienbarkeit wesentlich verbessert. Das OS sieht besser aus, viele Bewegungen werden gespart. Hier gilt: Jeder zusätzliche Klick, den ich spare, bringt mir mehr Lebensqualität. Ich bin froh, dass Google mit android wear 2.0 einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat.

s-i-p.de: Ein weiterer Zugewinn von AW 2.0 sind individualisierbare Watchfaces. Was hat die Casio WSD-F20 Pro Trek hier zu bieten?

Casio WSD-F20 Pro Trek InterviewMario Huaroto Levy: Schon vor android wear 2.0 war es mit der WSD-F10 möglich, Watchfaces zu individualisieren. Beispielsweise konnte man den Kompass, das Barometer oder die Akku-Anzeige des Smartphones auf verschiedene Komplikationen legen. Für die Casio WSD-F20 Pro Trek haben wir zwei neue Watchfaces entwickelt. Das Ziffernblatt „Location“ zeigt mir permanent auf einer Weltkarte meinen Standort an. Das „Traveler“ Watchface ist hingegen variabel einsetzbar. Hier kann ich mir zahlreiche Werte aus den Casio Tools anzeigen lassen, z.B. Höhe, Kompass, Barometer mit der Veränderung in den letzten 24 Stunden, meine Position, Weltzeit aber auch Termine und ich kann mir einen Shortcut für eine eigene App setzen. Ich habe z.B. den Zeitmesser-Modus daraufgelegt, den ich jeden Abend aktiviere und somit die Akkulaufzeit auf 3-4 Tage verlängere.

s-i-p.de: Letzte Frage, mit Bitte um persönliche Beantwortung: Gerade hier auf der Baselworld treffen zwei Extreme aufeinander: Die Verfechter von Smartwatches und die absoluten Gegner. Wie siehst Du die weitere Entwicklung der Smartwatch Branche?

Mario Huaroto Levy: Traditionalisten und Menschen, die Angst vor neuen Produkten und technischen Weiterentwicklungen haben, wird es immer geben. Auch im Fachhandel. Deshalb ist das Thema Smartwatch für mich auch Pionierarbeit. Dazu gehört auch das Schulen und Vermitteln. Eine Smartwatch lernt man nicht über eine 2-stündige Schulung oder eine kurze Beratung im Laden kennen. Eine Smartwatch musst du benutzen. Ich bin dafür, dass jeder 2 Tage lang eine Smartwatch ausprobiert und dann entscheidet, ob er das braucht oder nicht. Ich bin der vollen Überzeugung, dass Smartwatches die Zukunft sind. Ich kann mich generell für neue Produkte begeistern und finde es einfach spannend, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Die Vernetzung mit dem Smart Home wird z.B. an Bedeutung gewinnen, genauso wie bargeldloses Zahlen mit der Smartwatch.

s-i-p.de: Vielen Dank für das Interview.

 

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]]> Fossil Smartwatches: Antonio Nigro von Fossil im Interview https://www.smartwatch-im-praxistest.de/fossil-smartwatches-antonio-nigro-von-fossil-im-interview/ Fri, 21 Oct 2016 14:17:48 +0000 http://smartwatch-im-praxistest.de/?p=3588 Viele neue Fossil Smartwatches sind 2016 auf den Markt gekommen. Das Unternehmen verfolgt eine ambitionierte Strategie. Wir haben uns mit Antonio Nigro, Vice President Fossil Brand für Europa, zu einem Interview getroffen. Die Entwicklung von Fossil im Wearable-Bereich im Jahre 2016 ist schon erstaunlich: Im Januar noch, gab es mit der Fossil Q Founder lediglich […]

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Viele neue Fossil Smartwatches sind 2016 auf den Markt gekommen. Das Unternehmen verfolgt eine ambitionierte Strategie. Wir haben uns mit Antonio Nigro, Vice President Fossil Brand für Europa, zu einem Interview getroffen.

Die Entwicklung von Fossil im Wearable-Bereich im Jahre 2016 ist schon erstaunlich: Im Januar noch, gab es mit der Fossil Q Founder lediglich eine einzige Fossil Smartwatch. Allerdings gab es ein ambitioniertes Versprechen des Unternehmens: Noch in diesem Jahr sollen ca. 100 Wearables der Fossil Group auf den Markt kommen.

Das klingt im ersten Moment nach einer unrealistischen Vision, vor allem für diejenigen, die die Strukturen der Fossil Group nicht kennen. Viele Konsumenten unterscheiden nämlich nicht zwischen der Marke Fossil und dem Unternehmen Fossil Group. Letzteres ist einer der einflussreichsten Konzerne der Modeindustrie. Die Fossil Group beheimatet insgesamt 19 Marken, unter denen regelmäßig Uhren, Wearables sowie Mode-Accessoires auf den Markt gebracht werden. Zu den bekanntesten Labels gehören die skandinavischen Uhren von Skagen, die Luxus-Accessoires von Michael Kors und die Fitness-Wearables von Misfit. Darüber hinaus dürfen adidas, Burberry, Diesel, Emporio Armani, Kate Spade oder Tory Burch allen Mode-Enthusiasten bekannte Namen sein.

Da es sich also bei dem Versprechen, ca. 100 Wearables 2016 auf den Markt zu bringen, nicht ausschließlich um Fossil Smartwatches handelt, wird die Vision schon deutlich realistischer. Etwas mehr als ein Wearable pro Lizenzmarke reicht aus, um das Ziel zu erreichen. Außerdem hat die Fossil Group mit dem Fitness-Tracker Hersteller Misfit ein Unternehmen aufgekauft, das bereits mehrere Wearables im Portfolio hat. Jetzt, im Herbst 2016, sind bereits zahlreiche Smartwatches, smarte Analoguhren, Fitness-Tracker sowie modische Schrittzähler erhältlich.

Auf der IFA 2016 hatten wir Gelegenheit, die neusten Entwicklungen der Fossil Group im Bereich der Wearables auf dem Messestand des Unternehmens zu begutachten. Vor allem die beiden vollwertigen android wear Smartwatches Fossil Q Marshal und Fossil Q Wander standen im Fokus unseres Interesses. Wir führten ein Interview mit dem Mann, der stellvertretend verantwortlich ist für die Produkte der Fossil Group in Europa, Herrn Antonio Nigro.

In einem ausführlichen Interview kamen wir unter anderem auf die aggressive Marktdurchdringungsstrategie der Fossil Group zu sprechen. Darüber hinaus stellte uns Herr Nigro die beiden neuen android wear Smartwatches vor und gab einen Ausblick für das Weihnachtsgeschäft 2016 und das kommende Geschäftsjahr 2017.

 

Antonio Nigro, Vice President Fossil Brand EMEA, im Interview

 

smartwatch-im-praxistest.de: Fossil drängt immer mehr auf den Markt der Wearables. Den meisten Menschen ist Fossil in erster Linie als Mode- und Accessoire-Marke bekannt. Können Sie uns einen kurzen Überblick geben zur Wearable-Strategie der letzten 12 bis 18 Monate?

Antonio Nigro: Wir sehen uns selbst als Design-, Marketing- und Vertriebsorganisation, die sich auf Fashion-Accessoires spezialisiert hat und werden auch mit der neuen Strategie unsere DNA nicht aufgeben. Auch bei den Wearables ist Design und Fashion unsere erste Priorität, bevor wir im zweiten Schritt über Technologie sprechen. Wir würden nie ein Produkt auf den Markt bringen, hinter dem wir als Fashion-Unternehmen nicht stehen. Selbstverständlich fragen unsere Kunden nach immer mehr Konnektivität. Das “Internet of Things” treibt viele Dinge voran und wir sehen uns aufgrund der positiven Prognosen des Wearables-Marktes für die nächsten 3-4 Jahre gut aufgestellt.

s-i-p.de: Fossil hat dieses Jahr bereits mehrere vollwertige android wear Smartwatches auf den Markt gebracht. Wie haben die Fossil Kunden darauf reagiert?

Antonio Nigro: Mit der Fossil Q Founder haben wir Weihnachten 2015 unsere erste Smartwatch veröffentlicht. Die Uhr war für uns im Weihnachtsgeschäft der absolute Top-Seller, selbst wenn man unsere Analoguhren mit einbezieht. Interessant ist, dass 50 Prozent der Q Founder Käufer für uns Neukunden waren. Wir schließen daraus, dass es da draußen einen Konsumenten gibt, der ein Technologieprodukt sucht, das gleichzeitig Fashion ist. Hier sehen wir uns als Fossil Group sehr gut aufgestellt.

Fossil Q Marshal & Fossil Q Wander

s-i-p.de: Mit der Fossil Q Marshal und der Fossil Q Wander haben Sie kürzlich eine Design-Fortsetzung der Q Founder auf den Markt gebracht. Wollen Sie damit an den Erfolg der Q Founder anknüpfen und den Bereich der vollwertigen Smartwatches weiter ausbauen?

Antonio Nigro: Ganz genau. Mit der Q Founder haben wir mit unserer eigenen Marke “Fossil” den ersten Launch gemacht. Aufgrund des großen Marktpotentials haben wir uns committed, dieses Jahr über 100 Wearables in acht verschiedenen Marken auf den Markt zu bringen. Auf der IFA präsentieren wir vier Marken. Wir unterscheiden außerdem folgende drei Plattformen: Es gibt den klassischen Fitness-Tracker, der unter mehreren Marken lanciert wird. Hier ist der klare USP 6 Monate Batterielaufzeit. Hier muss nichts geladen werden.

Die Geräte tracken Schritte und den Schlaf. Darüber hinaus gibt es Notifications, die über Vibration und LEDs auf den Trackern angezeigt werden. Die zweite Plattform ist die so genannte Hybrid-Uhr. Hier sehen wir ein sehr großes Potential. Also ein Gerät, das wie eine traditionelle Uhr aussieht und dem man die Technik nicht von außen ansieht. Die verbaute Technik bietet die gleichen Funktionalitäten wie die Tracker. Bei den Benachrichtigungsfunktionen gibt es die Besonderheit, dass diese über die Uhrzeiger signalisiert werden. Das heißt, je nachdem wie sich die Uhrzeiger bewegen, weiß der User, ob es sich um eine Nachricht oder um einen Anruf handelt. Haben Sie ihr Schrittziel erreicht, drehen sich die Zeiger außerdem und feiern Sie dafür, dass Sie so fleißig waren. Die dritte Plattform ist die vollwertige Smartwatch. Hier bringen wir mit den angesprochenen Modellen die zweite Generation auf den Markt. Insgesamt gibt es da acht Varianten.

s-i-p.de: Die Fossil Q Wander ist ausschließlich für Frauen designt. Wie wichtig ist Ihnen die weibliche Zielgruppe, auch vor dem Hintergrund, dass Fossil aus dem Fashion-Bereich kommt?

Antonio Nigro: Tendenziell sprechen Technikprodukte eher eine männliche Zielgruppe an. Wir glauben, dass sich das auch bei unseren Display-Uhren bewahrheiten wird, wobei die Nachfrage für Damenmodelle groß ist. Bei der Hybrid-Uhr sehen wir ähnliches Potential wie bei unseren traditionellen Uhren. Wir denken, dass die Hybrid-Uhr auch bei der Frau eine sehr starke Rolle spielen wird.

s-i-p.de: Sie wollen dieses Jahr über 100 Wearables auf den Markt bringen. Durch diese mutige und ambitionierte Aussage könnte man spekulieren, ob es sich um einen Unternehmensumbruch handelt. Wird Fossil immer weiter in den Bereich der Wearables vordringen und die traditionellen Armbanduhren hinten anstellen oder läuft es auf eine Koexistenz hinaus?

Antonio Nigro: Wir glauben, dass ab einem gewissen Zeitpunkt alle unsere Uhren connected sein werden. Es spricht nichts dagegen. Die Technik entwickelt sich immer weiter, wieso sollte nicht jede Uhr von uns die entsprechende Konnektivität aufweisen können? Wie weit das wirklich geht, kommt natürlich auf den Konsumenten an. Hier müssen wir viel Feedback von unseren Kunden einholen.

Fossil Q Marshal

s-i-p.de: Wie würden Sie den typischen Fossil Smartwatch Käufer beschreiben?

Antonio Nigro: Durch die Erfolge der Fossil Q Founder konnten wir feststellen, dass wir sehr stark bei den Millennials (auch Generation Y genannt, Geburten zwischen 1980 und 1999, Anm. d. Verf.) punkten konnten. Im Bereich der Hybrid-Uhr sehen wir aber eine viel breitere Zielgruppe, die auch über den stationären Handel kauft.

s-i-p.de: Das Thema Wearables bezieht sich ja nicht nur auf Uhren. Als Fashion-Unternehmen haben Sie neben der Armbanduhr auch andere Modeaccessoires, die als Wearables in Frage kämen. Gibt es bereits Pläne, die über smarte Uhren hinausgehen?

Antonio Nigro: Sicherlich spielt in der Zukunft nicht nur das Thema Smartwatch eine Rolle. Es geht um Wearables im Allgemeinen und wir werden das auch in anderen Bereichen ausrollen. Zwar steht noch nichts konkret fest, aber wir sind definitiv der Meinung, dass wir das Thema auf andere Accessoires erweitern können.

s-i-p.de: Was können wir von Fossil und den Lizenzmarken im Weihnachtsgeschäft 2016 erwarten?

Antonio Nigro: Die Q Marshal und die Q Wander sind für das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr entwickelt. Für die Q Founder wird es auch noch mal ein Update geben, das noch in 2016 kommt.

s-i-p.de: Können Sie darauf näher eingehen?

Antonio Nigro: Für die Q Founder wird es ein Technik-Update und ein leichtes Design-Update geben. Wir wollen die Smartwatch ein bisschen dünner machen. Über unsere anderen Lizenzmarken launchen wir weitere Produkte.

s-i-p.de: Wie kam es zu dem Entschluss, android wear als Operating System zu nutzen und kein eigenes Betriebssystem zu entwickeln?

Antonio Nigro: Unsere Expertise liegt im Design, in der Produktion und im Vertrieb von wunderschönen, qualitativen Uhren. Wir arbeiten mit den weltbesten Partnern zusammen. Im Software-Bereich ist Google sicher einer der stärksten Partner, den man sich wünschen kann. Unser Ziel ist es, unsere Fashion-Expertise mit der besten Technologie zu paaren.

s-i-p.de: Im Hardware-Bereich arbeiten Sie mit Intel und nicht mit Qualcomm zusammen, die überwiegend Smartwatch-Hardware produzieren. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und werden auch kommende Fossil Smartwatches mit Intel-Prozessoren ausgestattet sein?

Antonio Nigro: Wir arbeiten eigentlich mit allen führenden Herstellern zusammen. Je nach Produkt, suchen wir uns dann den passenden Partner aus. Die zweite Generation der Fossil Smartwatches launchen wir mit einem Snapdragon 2100 Prozessor.

Fossil smarte Analoguhr

s-i-p.de: Hand aufs Herz: Sie haben sowohl vollwertige Smartwatches als auch Analoguhren im Programm. Was tragen Sie privat?

Antonio Nigro: Ich liebe es einfach, jeden Tag eine andere Uhr zu tragen. An unseren Uhren gefällt mir daher die Möglichkeit der Personalisierung gut. Ich wechsle jeden Tag zumindest das Armband. Bei den android wear Uhren kommt hinzu, dass ich das Ziffernblatt auch täglich tauschen kann. So habe ich immer ein Uhr, die zum Outfit passt. Letztlich trage ich sowohl Smartwatches als auch Analoguhren.

s-i-p.de: Ich sehe gerade, dass Sie eine Fossil Q Marshal tragen. Die hat wie die Moto 360 einen Flat Tire. Ist das nicht etwas, das Sie als Fashion-affines Unternehmen stört?

Antonio Nigro: Der im Flat Tire verbaute Helligkeitssensor hat Vorteile im Handling der Uhr und bei der Akkulaufzeit. Aber in der Tat schauen wir auf das Feedback der Kunden, die das teilweise bemängeln. Wir haben zukünftig die Absicht, eine bessere Lösung zu finden.

s-i-p.de: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Fossil Smartwatches im Test

Die im Interview erwähnte Fossil Q Founder konnten wir bereits ausführlich testen. Die Fossil Q Marshal und Q Wander konnten wir bisher nur auf der IFA begutachten. Beide Smartwatches machen aber einen sehr guten Eindruck und bestätigen das, was Herr Nigro im Interview sagt: Fossil sieht sich als Brücke zwischen Fashion und Technik. Die zweite Generation ist außerdem eine konsequente Weiterentwicklung und wird sicher mit einigen Kritikpunkten des Vorgängermodells aufräumen können.

Hier geht”s zum Fossil Q Founder Test:

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]]> BeatYesterday: Marc Kast von Garmin im Interview https://www.smartwatch-im-praxistest.de/beatyesterday-marc-kast-von-garmin-im-interview/ Fri, 09 Sep 2016 11:50:57 +0000 http://smartwatch-im-praxistest.de/?p=3518 Unter dem Motto BeatYesterday möchte Garmin Menschen dazu bewegen, ihre Leistungen stetig zu verbessern. Wir haben mit Marc Kast, PR Manager DACH von Garmin auf der IFA 2016 ein Interview geführt. Fragt man ambitionierte Hobby-Sportler und Outdoor-Enthusiasten nach einem geeigneten Begleiter fürs Handgelenk, hört man nicht selten den Namen “Garmin”. Während das Schweizer Unternehmen in […]

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Unter dem Motto BeatYesterday möchte Garmin Menschen dazu bewegen, ihre Leistungen stetig zu verbessern. Wir haben mit Marc Kast, PR Manager DACH von Garmin auf der IFA 2016 ein Interview geführt.

Fragt man ambitionierte Hobby-Sportler und Outdoor-Enthusiasten nach einem geeigneten Begleiter fürs Handgelenk, hört man nicht selten den Namen “Garmin”. Während das Schweizer Unternehmen in dieser Zielgruppe ein fester Begriff ist, denken weniger sportaffine User eher an Navigationsgeräte für die Straße.

Die Fokussierung auf Sport- und Outdoor-Fans im Wearables-Bereich findet unser Interviewgast Marc Kast, nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Im Gespräch, das wir im Rahmen unserer Berichterstattung auf der IFA 2016 mit dem Garmin PR Manager für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz führen durften, gibt er uns Einblick in die Unternehmensstrategie, verrät uns, wie Garmin als Vorreiter im Bereich Wearables mit der immer stärker werdenden Konkurrenz von Apple, Samsung und Co. umgeht und erläutert uns den geplanten Ausbau des eigenen Ökosystems “Garmin Connect”.

Garmin stellte auf der IFA 2016 die neusten Geräte aus den Bereichen Straßennavigation, Sport- und Outdoor, Marine und Luftfahrt vor. Darunter fällt auch die Garmin Fenix Chronos, die bisher edelste Multifunktion-Sportuhr des Herstellers. Im Rahmen unseres Standbesuchs hat uns Marc die Fenix Chronos für ein kurzes Hands-On überlassen. Näheres dazu findet ihr im Artikel “Garmin Fenix Chronos: Alle Infos und Hands-On zur Edel-Sportuhr“.

 

BeatYesterday Interview mit Marc Kast von Garmin

 

smartwatch-im-praxistest.de: Für Garmin war das Jahr 2016 aus Wearable-Sicht ein Jahr der Diversifikation. Ihr habt mit der Garmin vivomove eure erste smarte Anlaguhr auf den Markt gebracht, gerade erst habt ihr die Fenix Chronos als edle Multifunktions-Sportuhr präsentiert. Zuvor lag der Fokus eher auf pragmatischen Fitnessuhren. Wie kam es zu der Veränderung?

Marc Kast: Diversifikation war schon immer ein Motto von Garmin. Das hat angefangen mit Marine, dann kam das Thema Outdoor dazu und auch Luftfahrt ist ein großes Thema bei uns. Unsere Gründer Gary und Min kommen ursprünglich aus dem Bereich Aviation – so setzt sich übrigens auch unser Firmenname “Garmin” zusammen. Vor 26 Jahren haben die Beiden das erste Garmin Gerät entwickelt. Das war ein portable GPS-Device für den Bereich Marine. Man konnte das Gerät aber auch zum Wandern und in der Luftfahrt nutzen. Das bezeugt, dass wir schon immer ein sehr diversifiziertes Unternehmen waren. Eine Zeit lang war PND (Personal Navigation Device, Anm. d. Verfassers) ein unglaubliches Hype-Thema, aber daneben haben bei uns immer die anderen Bereiche existiert. Im Moment sehen wir einen Trend in Richtung Sport- und Fitness-Produkte. Dafür schlägt momentan unser Herz und wir differenzieren hier immer stärker. Wir kommen aus dem ambitionierten Sportbereich. Wenn ich mir z.B. den Hawaii  Triathlon anschaue, tragen ca. 80 Prozent der Läufer Garmin Produkte am Handgelenk. Hier sind wir massiv gesetzt. Im Einsteigerbereich sehen wir enormes Potential. Unser Ziel ist es, Menschen für mehr Bewegung zu begeistern. Hier versuchen wir ein breites Produktportportfolio anzubieten. Der Einsteiger möchte vielleicht nur einen einfachen Fitness-Tracker, der Schritte zählt. Der Nächste möchte bereits seinen Herzschlag kontrollieren. Danach kommt die Frage nach GPS. Bei Garmin findet jeder das richtige Produkt für seine Ansprüche.

s-i-p.de: Wie kam es dann zur Entwicklung der vivomove, einer smarten Analoguhr, und eines edlen Alltagsbegleiters mit der Fenix Chronos?

Marc Kast: Hier sehen wir auch wieder einen Trend. Einige User möchten einfach kein Plastikarmband haben, möchten die Smartwatch 24/7 anziehen und jeden Tag nutzen. Sie möchten aber neben der Armbanduhr nicht noch ein zweites Device tragen. Insofern ist unser Ziel, die Uhren alltagstauglicher zu machen. Das bedeutet auch, dass man die Technik, die in diesen Uhren steckt, gar nicht auf den ersten Blick sieht.

#BeatYesterday: Marc Kast von Garmin im Interview

©Garmin Deutschland GmbH

s-i-p.de: Garmin hat schon smarte Uhren hergestellt, lange bevor die Apple Watch oder android wear Smartwatches auf den Markt kamen. Wie geht ihr mit einer immer stärker werdenden Konkurrenz und einem immer besiedelteren Markt um?

Marc Kast: 2003 hat Garmin die erste Sportuhr rausgebracht. Die Forerunner 101 war ein riesen Klopper und ist daraus entstanden, dass einer unserer Top-Ingenieure sich ein Wandergerät mit Tape um den Arm gewickelt hat und damit laufen gegangen ist. Das Gerät hatte ja immerhin GPS und erkannte, wie schnell und wie weit er lief. Er kam zurück und sagte: “Das ist geil, mach mir daraus eine Uhr”. So ist unsere erste GPS-Laufuhr entstanden. Wir haben seit jeher in jedem Bereich Unternehmen, mit denen wir konkurrieren. Dazu gehört ein Polar genauso wie ein Suunto oder ein TomTom. Daher sind wir gewohnt, mit einem Wettbewerbsumfeld umzugehen, in dem sich viele Player bewegen. Beim Thema Tracker und Smartwatches waren wir sehr früh mit dabei. Vor 3 Jahren haben wir auf der CES unseren ersten Activity-Tracker, die vivofit 1, vorgestellt. Wir haben einen soliden Marktanteil und sind sehr zufrieden damit. Konkurrenz belebt außerdem das Geschäft und macht die Kategorie spannender. In dem Moment, in dem Apple mit einer Smartwatch auf den Markt kommt, fangen alle an, darüber zu reden und sich mit dem Thema Smartwatch zu beschäftigen. Sowohl Consumer als auch Medien. Trotzdem versuchen wir, uns klar z.B. zu einer Apple Watch abzugrenzen.

s-i-p-de: Habt ihr einen klaren Umsatzanstieg gemerkt, als die Apple Watch 1 auf den Markt kam?

Marc Kast: Einen direkten Zusammenhang haben wir nicht geprüft. Was wir feststellen konnten ist, dass z.B. die Fenix einen massiven Umsatzanstieg erlebt hat und dass eine Nachfrage nach hochwertigen Produkten im Bereich “Smartwatch” definitiv da ist. Die erste Fenix war eher eine Outodoor-Uhr. Dann haben wir Feedback bekommen von unseren Usern, die die Uhr auch für den Sport nutzen wollten. Mit der Fenix 2 und Fenix 3 hat sich das Gerät dann zu einer Multisportuhr weiterentwickelt. Der größte Unterschied zur Apple Watch ist der konzeptionelle Ansatz. Mit den Fenix-Smartwatches haben wir vollwertige Multisportuhren mit GPS. Das Smartphone braucht man mit diesen Uhren nicht. Ich kann alle Funktionen ohne Kopplung nutzen, wenn ich aber möchte kann ich das Smartphone verbinden und die Uhr wird noch intelligenter. Natürlich kann ich auch Benachrichtigungen auf der Uhr sehen, darauf liegt aber nicht der primäre Fokus.

s-i-p.de: Eure direkte Konkurrenz von Polar hat mit der M600 eine Fitness-Smartwatch mit zwei Betriebssystemen – hauseigenes System und Android Wear – präsentiert? Was hältst Du von dieser Lösung und könnte das auch etwas sein, was Garmin zukünftig anstrebt?

Marc Kast: Garmin setzt seit jeher auf eigene Betriebssysteme. Das hat etwas damit zu tun, dass die in den Geräten verbaute Hardware natürlich durch die Software gesteuert und angesprochen werden muss. Außerdem versuchen wir, unsere Hardware so schonend wie möglich auszulasten. Das gelingt nur über eine eigene Softwarelösung. Im Bereich der Smartwatches dominiert gerade die Diskussion über die Akkulaufzeit der Geräte. Hier sind wir mit unserem eigenen Betriebssystem gut aufgestellt. Das Thema Apps haben wir über einen eigenen Appstore gelöst, in dem mittlerweile über 2.000 Programme verfügbar sind. Unser Ansatz ist es aber nicht, mit einem Apple AppStore zu konkurrieren. Die Apps im Garmin Store sind meist etwas sportorientierter und dienen ganz klar dem Use Case der Uhr. Trotzdem ist der Ansatz eines Hybrid-Systems interessant und vielleicht zeigt die Zukunft, dass es Sinn macht eine weitere Kommunikationsmöglichkeit mit einzubinden. Für Garmin sehe ich diesen Schritt allerdings momentan nicht.

s-i-p.de: Ein Kritikpunkt, den man über Smartwatches mit selbst entwickeltem Betriebssystem immer wieder hört, ist, dass es zu wenige Apps für die Plattformen gibt. Kannst Du uns etwas zum Ausbau des Garmin Ökosystems sagen?

Marc Kast: Unser Fokus ist in erster Linie auf der Uhr, auf der Hardware und auf der Software-Umsetzung. Apps, Widgets und Datenfelder sind ein nachgelagertes Thema. Deshalb launchen wir unsere Uhren auch nicht unter dem großen Thema “Smartwatch”. Wir sprechen von einer Multisportuhr mit Connected Features. Wer eine reine Smartwatch mit Tausenden Apps möchte, ist ggf. bei einem anderen Hersteller besser aufgehoben. Wer eine Multisportuhr möchte, wer damit in die Natur gehen und aktiv sein und daneben noch Notifications möchte, ist bei uns sehr gut aufgehoben. Trotzdem läuft unser Appstore besser, als wir uns das gedacht haben. Hier gibt es eine Nachfrage und wir sehen, dass es einen Bedarf an spielerischen Apps gibt. Wir haben z.B. mit FaceIt gerade eine App gelauncht, mit der man Fotos als Hintergrund der Uhr nutzen kann.

#BeatYesterday: Marc Kast von Garmin im Interview

©Garmin Deutschland GmbH

s-i-p.de: Entwickelt ihr die Apps selbst?

Marc Kast: Wir entwickeln einen Großteil der Apps tatsächlich selbst. Bei Garmin arbeiten 11.000 Leute. Davon sind 2.000 bis 3.000 Mitarbeiter Ingenieure. Sie übernehmen die Entwicklung der meisten Apps bei uns. Darüber hinaus bieten wir eine offene Entwicklerplattform, so hat jeder die Möglichkeit, auf dieser Basis Apps zu entwickeln. Nach einem kurzen Freigabeprozess seitens Garmin sind die Programme schnell in unserem Appstore verfügbar. Unsere Prämisse ist dabei, dass alle Apps kostenlos sind.

s-i-p.de: Ihr bietet mittlerweile fast 50 verschiedene Smartwatch-Modelle an. Welche sind die Topseller und warum?

Marc Kast: Betrachtet man das über die Zeit, hat auch hier ein Wandel stattgefunden. Anfangs wurden klassische Fitness-Tracker wie die vivofit-Serie stark nachgefragt. Mittlerweile sehen wir den Trend zu etwas komplexeren und funktionaleren Wearables. Unsere vivosmart HR ist ein Produkt, das sich gerade extrem gut verkauft, betrachtet man die Stückzahlen. Aber auch unsere Multisportuhr für Jedermann, die vivoactive HR, verkauft sich gut. Hier verfolgen wir wieder genau diesen Diversifikationsansatz, nämlich raus aus der High-Performance-Richtung, hin zu demjenigen, der zwischendurch mal Laufen, Schwimmen oder Radfahren geht, aber auch Smartwatch-Funktionen nicht missen möchte.

s-i-p.de: Mit der Garmin Fenix Chronos bringt ihr eure bisher hochwertigste Multisportuhr auf den Markt. Ab wann ist sie verfügbar?

Marc Kast: Die Fenix Chronos ist gestern in unseren Lagern in England eingetroffen und wird in den nächsten Wochen verfügbar sein.

s-i-p.de: Wo liegt die Garmin Fenix Chronos preislich?

Marc Kast: Es wird insgesamt drei Preisvarianten der Chronos geben. Die Uhr baut auf der Fenix auf, es wurde aber eine deutlich erweiterte Hardware verbaut. Die Variante mit Edelstahl-Body und Lederarmband setzt auf den Vintage-Look und kostet 999,99 Euro. Bei der zweiten Version ist sowohl das Gehäuse, als auch das Armband aus Edelstahl. Sie liegt bei 1.099,99 Euro. Die dritte Variante ist aus Titan. Hier haben wir ein Titan-Hybrid-Armband verwendet, das im Inneren mit einem Polymer-Kunststoff ausgekleidet ist. Diese Variante ist extrem leicht und liegt bei 1.299,99 Euro.

s-i-p.de: Wie grenzt sich die Chronos von den anderen Fenix Modellen ab?

Marc Kast: Größte sichtbare technische Neuerung der Chronos ist der verbaute Herzfrequenzmesser. Bei der Fenix-Serie hat das sonst nur ein Produkt. Die Software ist identisch zur Fenix, die Optik ist komplett neu. Wir bewegen uns hier in einem Spannungsfeld zwischen Active Lifestyle und Sport. Die Chronos ist eine Uhr, die ich bedenkenlos zum Sport tragen kann, die ich aber auch wirklich zum Anzug anziehen kann. Sie ist eine Uhr, bei der ich mich freue, sie am Arm zu tragen, weil ich jederzeit Fitness-Daten abrufen kann. Damit habe ich das Thema Sport immer bei mir und setze trotzdem visuell ein Statement.

s-i-p.de: Sind die Akkulaufzeiten vergleichbar mit der Fenix-Serie?

Marc Kast: Die Laufzeiten sind nahezu vergleichbar mit den Fenix Modellen. Die Laufzeit der Chronos ist ein klein wenig geringer als die der Fenix Uhren.

#BeatYesterday: Marc Kast von Garmin im Interviews-i-p.de: Wollt ihr mit der Fenix Chronos in direkte Konkurrenz zu den Schweizer Luxusuhrenherstellern treten?

Marc Kast: Ich denke, das ist ein anderes Konzept. Man muss ehrlich sein: Die Chronos werde ich meinen Kindern nicht vererben. Das liegt natürlich daran, dass es sich um eine Smartwatch handelt, deren Technik irgendwann veraltet ist. Dessen muss man sich bewusst sein. Bei der Chronos geben ich ggf. 1.300 Euro aus für eine Uhr, die sicher eine ganze Weile hält. Aber das ist keine Uhr, die ich in 20 Jahren raushole und meine Fitness-Historie noch einmal durchgehe. Trotzdem sind Leute z.B. auch bereit, für ein Smartphone viel Geld auszugeben, das in zwei Jahren überholt ist. Und trotzdem kaufe ich mir dann ein neues Gerät. Wir werden mit der Chronos nicht in Konkurrenz zu einer Rolex oder Breitling treten. Das ist aber auch gar nicht unser Ziel. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich für hochwertige mechanische Uhren interessieren und während des Sports keine Plastikuhr tragen möchten. Hier sehen wir die Positionierung der Fenix Chronos. Was die Materialqualität der Chronos angeht, sind wir definitiv auf Augenhöhe mit den Schweizer Luxusuhrenherstellern.

s-i-p.de: Wie gewichtig ist das Thema Wearables im Gesamtportfolio von Garmin?

Marc Kast: Unser Fokus liegt absolut auf dem Thema Sport und Fitness. Das ist derzeit unser wichtigster Bereich. Der Bereich PND macht global betrachtet noch 50 Prozent unseres Umsatzes aus. Es waren einmal 80 Prozent. Das war jedoch nicht gesund für das Unternehmen. Sinnvoll ist die Verteilung auf verschiedene Bereiche. Den Rückgang des PND-Umsatzes konnten wir mit dem Bereich Sport und Wearables mehr als auffangen. In diesem Bereich entwickeln wir auch aktuell die meisten Innovationen und die meisten Produkte.

s-i-p.de: Wie sehen zukünftig die Vertriebskanäle von Garmin aus?

Marc Kast: Neben dem Sport- und Outdoor-Fachhandel und dem Online-Vertrieb versuchen wir uns auch immer stärker im klassischen Uhrenhandel zu positionieren.

s-i-p.de: Was können wir 2016 und 2017 von Garmin noch im Bereich der Wearables erwarten?

Marc Kast: Es wird natürlich auch 2017 ein reichhaltiges, neues Produktportfolio geben. Zu den neuen Produkten kann ich derzeit relativ wenig sagen. Im letzten halben Jahr ist ja bereits unheimlich viel passiert. Die Produktzyklen bei den Activity-Trackern sind aber mittlerweile auch nicht mehr bei drei Jahren, sondern bei einem Jahr. Die für uns wichtigen Messen sind natürlich die IFA, aber auch eine CES im Januar. Hier könnten schon neue Produkte vorgestellt werden. Für uns ist aber gerade auch die Frage spannend, wie wir neben den Profi-Sportlern auch den Hobby- und Einsteigerbereich besser ansprechen können. Wenn ich mir anschaue, was wir alles messen können heute, VO2max, Bodenkontaktzeiten etc., dann sind das Werte, die für einen Einsteiger, der das erste Mal 5 Kilometer läuft, nicht besonders relevant sind. Hier muss der User sich erst einmal entwickeln und verstehen, was mit den Werten anzufangen ist. Wir arbeiten daran, dem Einsteiger und Hobby-Läufer Werte an die Hand zu geben, die für ihn spannend sind. Das könnte z.B. das Hydration-Level sein. Die Uhr informiert dann, dass der User etwas trinken sollte. Blutdruck könnte ein Thema sein. Wir wollen jedem User die Informationen geben, die seinem Anspruch und Trainingslevel gerecht werden.

s-i-p.de: Vielen Dank für das Gespräch.

 

BeatYesterday: Garmin startet neue Lifestyle-Plattform im Netz

#BeatYesterday: Marc Kast von Garmin im Interview

©Garmin Deutschland GmbH

Im Rahmen der aktuellen Garmin Kampagne BeatYesterday hat das Unternehmen ein neues Lifestyle-Portal ins Leben gerufen. Auf beatyesterday.org sind zukünftig Real-Life-Storys unter anderem aus den Bereichen Health, Running, Fit & Active und Bike zu finden.

Unsere Meinung: Ein Blick auf den ansprechenden, informativen und unterhaltenden BeatYesterday Blog lohnt sich.

 

Garmin Geräte im Praxistest

Folgende Garmin-Geräte haben wir in letzter Zeit ausführlich getestet:

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]]> ZenWatch 3: Marcel Kemmann von ASUS im Interview https://www.smartwatch-im-praxistest.de/zenwatch-3-marcel-kemmann-von-asus-im-interview/ Tue, 06 Sep 2016 09:56:08 +0000 http://smartwatch-im-praxistest.de/?p=3461 Mit der ZenWatch 3 hat ASUS seine erste runde Android Wear Smartwatch auf der IFA 2016 vorgestellt. Wir führten ein Interview mit Marcel Kemmann, Country Product Manager von ASUS und verantwortlich für die ZenWatch 3. Es ist nicht immer leicht, auf einer Technikmesse die nötige Gelassenheit zu bewahren. In den beiden Pressetagen der IFA 2016 […]

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Mit der ZenWatch 3 hat ASUS seine erste runde Android Wear Smartwatch auf der IFA 2016 vorgestellt. Wir führten ein Interview mit Marcel Kemmann, Country Product Manager von ASUS und verantwortlich für die ZenWatch 3.

Es ist nicht immer leicht, auf einer Technikmesse die nötige Gelassenheit zu bewahren. In den beiden Pressetagen der IFA 2016 rennt man von Pressekonferenz zu Interviewtermin, versucht die neusten Informationen zu sortieren und schnellstmöglich zu posten. Herstellern geht es ähnlich. Sie müssen am Tag hunderte Fragen beantworten, ihr Produkt zigfach vorstellen und dabei immer besonders freundlich bleiben.

Im Nachgang einer Messe erinnert man sich immer an die Gespräche und Standbesuche, bei denen man das Gefühl hatte, das wichtigste Medium, die wichtigste Website, der wichtigste Blog – und der wichtigste Pressevertreter zu sein. Genau dieses Gefühl vermittelt ASUS in seiner Sales & Media Lounge. Dort standen während der IFA Pressetage Produktmanager, Mitarbeiter aus dem ASUS Headquarter und Presseverantwortliche des Unternehmens für einen Austausch auf Augenhöhe zur Verfügung.

ASUS hat mit der ZenWatch 3, aber auch mit dem ultraflachen Zenbook 3 und den Hybrid-Tablets auf der diesjährigen IFA Produkte vorgestellt, die das Interesse vieler Vertreter der Fachpresse geweckt haben. Als wir uns am Donnerstag, den 1. September 2016 um 14:45 Uhr in der ASUS Sales & Media Lounge wiederfanden, hatten wir nicht einen Moment das Gefühl, nur irgendein Blog oder Pressevertreter zu sein. Zwei Stunden haben sich die ASUS Mitarbeiter für uns Zeit genommen, uns ausführlich die ZenWatch 3 erklärt, mit uns Interviews geführt, ihre Handgelenke für ein Fotoshooting zur Verfügung gesellt und selbst die private ZenWatch 3 eines Mitarbeiters aus den ASUS Headquarters durften wir für ein Hands-On Video nutzen, um den Demo-Modus zu umgehen und euch die Menüführung der ZenWatch 3 zu zeigen.

Das Hands-On Video der Asus ZenWatch 3 findet ihr bereits online in unserem Artikel “Asus ZenWatch 3 im Hands-On Video” oder in unserem IFA 2016 Live-Blog, in dem ihr noch mal alle wichtigen Neuheiten der diesjährigen Technikmesse nachverfolgen könnt.

In unserem Interview mit Marcel Kemmann, verrät uns der Country Product Manager und Verantwortliche für die Asus ZenWatch 3 unter anderem, wie es zum radikalen Design-Change kam, warum man auf einen Pulsmesser verzichtet hat, wie zufrieden man bei Asus mit Googles Android Wear Betriebssystem ist und wie die langfristige Smartwatch Strategie des Unternehmens aussieht.

 

Interview zur ZenWatch 3 mit Marcel Kemmann, Country Product Manager bei ASUS

smartwatch-im-praxistest.de: Hallo Marcel, vielen Dank für die Einladung in die Asus Sales & Media Lounge auf der IFA 2016. Mit der ASUS ZenWatch 3 habt ihr eine komplett überarbeitete Smartwatch vorgestellt. Kannst Du unseren Lesern noch mal einen Überblick geben, mit welchen Neuerungen zu rechnen sind?

Marcel Kemmann: Ja, sehr gerne. Wie du schon gesagt hast, die größte Änderung ist ganz offensichtlich – der Wechsel von einem eckigen Display auf ein rundes Display. Das hat den Hintergrund, dass wir bei ASUS bei all unseren Produkten bestrebt sind, diese zu verbessern. Besonders wichtig sind uns Nutzer-Feedbacks. Bei der ZenWatch 3 hat sich ergeben, dass der Großteil der Nutzer, das sind rund 60 Prozent, ein rundes Display bevorzugt. Etwa 37 Prozent unserer Nutzer bevorzugen ein eckiges Display und alle anderen sind unentschieden. Da wir keine dreieckigen Displays produzieren wollten, haben wir uns für die runde Variante entschieden.

s-i-p-de: Neben der Optik gibt es aber auch technische Neuheiten. Welche sind das?

Marcel Kemmann: Wir haben nun einen Snapdragon Wear 2100 an Bord. Der ist 25 Prozent energieeffizienter als die vorherige Snapdragon Plattform, die wir bei der ZenWatch 2 Generation genutzt haben. Von außen sichtbar ist, dass wir statt einem Button, drei Buttons an Bord haben. Der Hauptbutton ist noch immer für die bekannten Google-Funktionen wie Google Now, OK Google etc. Die anderen beiden Buttons sind Hot-Keys, mit denen Apps direkt gestartet werden können. Die Vorbelegung ist bei der ZenWatch 3 so, dass der obere Button die ZenFit-App startet, der untere Button aktiviert den Wecker. Man kann die Buttons aber auch mit eigenen Favoriten-Apps belegen.

s-i-p-de: Bei der ZenWatch 3 wird, z.B. durch die ZenFit App, ein größerer Fokus auf das Aktivitätstracking gelegt. Gleichzeitig wurde bei der Smartwatch erneut auf einen Pulsmesser verzichtet. Wie kam es zu dem Entschluss?

Marcel Kemmann: Wir sehen das so: Es gibt letztendlich zwei Kategorien von Smartwatches. Das sind einerseits Smartwatches, die auf Aktivitätstracking ausgelegt und als Sportuhr nutzbar sind. Und dann gibt es Smartwatches, die die reguläre Armbanduhr ersetzen sollen, aber gleichzeitig auch Zusatznutzen im Gesundheitsbereich bieten. Wir haben uns dafür entschieden, den alltagstauglichen Ansatz der ZenWatch 2 mit der ZenWatch 3 fortzuführen und nicht auf eine Sport-Smartwatch zu wechseln. Klar ist auch, dass jeder weitere Sensor die ZenWatch 3 dicker gemacht hätte. Da wir von eckig auf rund gewechselt sind, fehlte uns ohnehin ein wenig Platz. Wir wollten allerdings nicht auf die Akku-Kapazität verzichten. Das Ergebnis daraus ist, dass wir momentan die eleganteste, flachste runde Android Wear Smartwatch im Markt haben.

s-i-p-de: Ihr verfolgt die so genannte Zen-Mentalität, hört also genau hin, was die User wollen, wo es Lob und Kritik gibt. Ist den ZenWatch Usern ein Pulsmesser überhaupt wichtig?

Marcel Kemmann: Da wir nicht den Ansatz einer Sport-Uhr verfolgt haben, war der Pulsmesser von vorn herein nicht im Fokus. Wir wollten unseren Usern kein Feature anbieten, das nicht ausreichend genau ist und haben uns auch deswegen entschiedenen, den Pulsmesser wegzulassen. Dafür haben wir einen Sensor-Hub an Bord mit einem Schrittzähler, der bis zu 95 Prozent Genauigkeit bietet. Das ist uns mehr wert als einfach alles an Sensorik in die ZenWatch 3 zu packen, was verfügbar ist.

Asus Zenwatch 3 im Hands-On Video

s-i-p.de: Noch einmal zurück zum Design-Change der ZenWatch 3. Eine so große optische Anpassung ist doch bestimmt mit großem Aufwand verbunden. Ein Hardware-Update der ZenWatch 2 im gleichen Gehäuse wäre doch sicher der einfachere Weg gewesen?

Marcel Kemmann: Natürlich steckt dahinter ein immenser Aufwand. Das betrifft aber auch die Vorgänger-Modelle der ZenWatch 3. Wir haben zum Glück bereits erfahrene Zulieferer, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten. Zum Beispiel Qualcomm, deren neue Chipset-Generation in der ZenWatch 3 steckt. Aber auch die Design-Anpassungen konnten wir mit unseren bestehenden Zulieferern umsetzen. Wir verfolgen mit der ZenWatch 3 unser Zen-Design durch den kupferfarbenen Ring um die Uhr. Dieser wird in allen Farbvarianten gleich bleiben. Wir werden die ZenWatch 3 in Gunmetal, Silber und später auch noch in Roségold anbieten. Zum Start kommen in Deutschland allerdings nur die ersten beiden Farben auf den Markt.

s-i-p.de: Das heißt, der roségoldene Ring ist ein Design-Element, das sich durch alle Varianten der ZenWatch 3 ziehen wird?

Marcel Kemmann: Richtig. Wem roségold zu weiblich klingt, der kann den Ring auch gern kupferfarben nennen.

s-i-p.de: Wir bieten auf smartwatch-im-praxistest.de eine Live-Beratung via Facebook Chat an. Dort bekommen wir häufig die Frage gestellt, ob eine runde oder eine eckige Smartwatch hinsichtlich der Displaygröße sinnvoller wäre. Ihr habt nun beide Varianten im Angebot. Was würdest Du darauf antworten?

Marcel Kemmann: Ich habe seit der ersten Generation die ZenWatch getragen, daher kann ich aus Erfahrung sagen, dass die eckige und runde Displayform sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Die genutzte Displaygröße ist bei einer gleichbleibenden Diagonale natürlich größer. Das spricht für einen runden Bildschirm. Allerdings sind sämtliche Benachrichtigung- und UI-Elemente auf ein rechteckiges Display ausgelegt. Bei einem runden Display kann ich über die einstellbare Schriftgröße natürlich noch eine bessere Darstellung erreichen. Am Ende ist es auch ein Trade-Off. Beide Formen haben ihre Daseinsberechtigung.

s-i-p.de: Spricht ein rundes Watchface mehr User an als ein eckiges?

Marcel Kemmann: Ja sicher fühlen sich einige User mit einem runden Watchface wohler, weil sie es von ihrer konventionellen Armbanduhr so gewohnt sind. Aber man darf auch nicht vergessen, dass es eine Geschmacksfrage ist. In den 80er Jahren kamen die Digitaluhren in Mode und haben sich bis heute gehalten. Hier sprechen wir von meist eckigen Watchfaces.

s-i-p.de: Seit der ersten Generation der ZenWatch wird als Betriebssystem Android Wear eingesetzt. Gibt es Features, die man sich als Hersteller wünscht oder die sich die ZenWatch User wünschen, bisher aber von Google noch nicht umgesetzt wurden?

Marcel Kemmann: Sicher gibt Feedback von unseren Nutzern, die neue Funktionen fordern und nicht ganz verstehen können, warum Änderungen nicht sofort umgesetzt werden. Dazu muss man aber berücksichtigen, dass Android Wear das Universal-Betriebssystem für viele Hersteller und Uhren ist. Ich kann verstehen, dass Google einen Qualitätsanspruch verfolgt und daher Änderungen und Verbesserungen ihre Zeit brauchen. Die Partnerschaft zwischen ASUS und Google funktioniert so, dass wir Verbesserungsvorschläge gegenseitig austauschen. Wir haben aber auch seit der ersten Generation Funktionen in unseren ZenWatch Manager eingebaut, die noch nicht bei Android Wear verfügbar waren, später dann aber hinzugefügt wurden. Beispielsweise der Uhrenfinder, mit dem man das Smartphone mit der Uhr und umgekehrt finden kann. Diese Funktion wurde später in Android Wear übernommen.

s-i-p.de: Hattet ihr bereits die Gelegenheit, das im Herbst 2016 erscheinende Android Wear 2.0 zu testen?

Marcel Kemmann: Unsere Entwicklungsabteilung ist gerade dabei. Ich persönlich habe allerdings noch keine Einblicke in Googles neues Betriebssystem bekommen. Ich verspreche mir aber sehr viel davon.

s-i-p.de: Mit Android Wear 2.0 kommt das bisher größte Update von Googles Smartwatch-Betriebssystem. Erwartet ihr steigende Verkäufe durch die Aktualisierung?

Marcel Kemmann: Auf jeden Fall. Wir verfolgen sowieso einen Preis-Leistungs-Ansatz. Mit der zweiten Generation der ZenWatch hatten wir das günstigste Android Wear Modell am Markt. Damit haben wir die Einsteiger abgeholt und die ZenWatch 2 wird es auch noch bis in das erste Quartal 2017 geben. Damit existieren beide Design-Varianten parallel.

Interview Marcel Kemmann Asus Zenwatch 3

s-i-p.de: Wie sieht der typische ZenWatch-Käufer aus?

Marcel Kemmann: Ich glaube den typischen ZenWatch Käufer gibt es nicht, genauso wie es den typischen Android Wear Nutzer noch nicht gibt. Man mag hier unterschiedlicher Auffassung sein, aber ich bin der Meinung, dass es DIE Killer-Applikation für Android Wear noch nicht gibt. Deshalb muss jeder seinen eigenen Vorteil aus der Smartwatch und dem Betriebssystem ziehen. Wir bieten mit der ZenWatch 2 weiterhin ein preisattraktives Modell an, das vielleicht auch Smartwatch Interessierte anspricht, die bisher noch keinen Zugang zu Wearables hatten. Bei der ZenWatch 3 ist es so, dass wir vor allen Dingen auch unsere Fans ansprechen wollen, die bereits die zweite Generation kennengelernt haben und sich mit der Design-Sprache von ASUS zurechtfinden. Natürlich freuen wir uns aber auch über jeden, der eine Smartwatch mit Design-Anspruch sucht.

s-i-p.de: Eines der wichtigsten Kaufkriterien bei einer Smartwatch ist die Akkulaufzeit. Häufig wird diese kritisiert. Mit der Asus ZenWatch 3 bietet ihr euren Kunden eine Lösung an. Wie sieht diese aus?

Marcel Kemmann: Zum einen haben wir bei der ZenWatch 3 auf das effizientere Snapdragon Chipset gesetzt, das von sich aus bereits eine erhöhte Akkulaufzeit mitbringt. So lassen sich 1-2 Tage Laufzeit garantieren – wobei ein Tag bei uns auch 24 Stunden hat. 2-3 Tage sind mit einer moderaten Nutzung zu erreichen. Darüber hinaus setzen wir auf die Hyper-Charging-Technologie, mit der es möglich ist, die ZenWatch 3 innerhalb von 15 Minuten 60 Prozent aufzuladen. Wir haben aber auch noch ein drittes Schmankerl mit an Bord. Wir werden einen optionalen Akkupack anbieten.

s-i-p-de: Ist das Akkupack im Standard-Lieferumfang der ZenWatch 3 enthalten?

Marcel Kemmann: Es wird eine Bundle-Version der ZenWatch 3 mit dem Akkupack geben. Im Basis-Lieferumfang ist es aber nicht dabei. Man kann das Akkupack aber als Sonderzubehör erwerben. Der Preis dafür ist noch nicht final definiert.

s-i-p.de: Wie viel zusätzliche Laufzeit ermöglicht das Akkupack? Kannst du uns erklären, wie das Akkupack angebracht wird?

Marcel Kemmann: Es bietet 40 Prozent mehr Akku. Das Akkupack hat einen Magnetkontakt. Ich kann es, wie ein Ladedock, an die Rückseite der ZenWatch 3 haften. Das Akkupack ist so dünn gehalten, dass ich es zusammen mit der Uhr am Arm tragen kann. Innerhalb von 1,5 Stunden wird der Akku der Smartwatch durch das Zusatzpack aufgeladen. Damit kann sich jeder User einen Tag zusätzliche Laufzeit verschaffen.

s-i-p.de: Sind die Ladezeiten des Akkupacks vergleichbar mit den Ladezeiten des Akkus in der ZenWatch 3?

Marcel Kemmann: Das zusätzliche Akkupack unterstützt kein Hyper-Charging. Deshalb dauert das Laden etwas länger.

Interview Marcel Kemmann Zenwatch 3

s-i-p.de: Wie gewichtig ist der Smartwatch-Bereich im ASUS Gesamtportfolio? Wollt ihr weiter in diesen Trend investieren oder ist das Thema für euch in einer Nische und wird auch als Nischenprodukt behandelt?

Marcel Kemmann: Im Rahmen der Pressekonferenz konnte man ja bereits sehen, dass mobile Produkte für ASUS immer wichtiger werden. Für uns sind Wearables eine ergänzende Komponente, beispielsweise für unser ZenFone oder unser ZenPad. Wir möchten unseren Nutzern ein breites Portfolio von interessanten Produkten anbieten. Daher betrachten wir das Thema Smartwatch nicht als Nische.

s-i-p.de: Kannst du uns etwas zu den Absatzzahlen der ZenWatch seit der ersten Generation sagen? Kann man von steigenden Absätzen sprechen oder stagnieren die Verkäufe?

Marcel Kemmann: Von der ersten auf die zweite Generation haben wir einen immensen Anstieg beobachtet. Das hat uns natürlich sehr gefreut. Gerade in Deutschland waren wir im Europa-Vergleich sehr weit vorne. Deshalb ist auch Deutschland zusammen mit den USA bei den Launch-Ländern der ZenWatch 3 dabei. Ab Anfang des vierten Quartals 2016 werden wir die ZenWatch 3 in Deutschland und den USA anbieten, weitere Länder in Europa folgen kurz darauf.

s-i-p.de: Über welche Kanäle wird die ZenWatch 3 vertrieben?

Marcel Kemmann: Es bleibt bei den altbekannten Kanälen. Dazu gehören bekannte Online-Händler, aber auch unser ASUS eShop.

s-i-p.de: Hersteller wie Fossil oder Garmin orientieren sich neben dem Online-Handel auch am stationären Handel. Könnten klassische Uhrenläden oder Schmuckabteilungen von Kaufhäusern ein neuer Vertriebsweg für ASUS sein?

Marcel Kemmann: Wenn sich der Uhrenhandel für unsere ZenWatch 3 interessiert, sagen wir natürlich nicht nein. Man muss allerdings dann zu einander finden. Ich kann die Zurückhaltung des stationären Handels aber auch verstehen. Eine Smartwatch ist immer noch ein erklärungsbedürftiges Produkt. Ich muss dem User erklären, wie ich das Gerät mit meinem Smartphone kopple. Das ist eine große Herausforderung für den Uhrenhandel. Das bedeutet geschultes Personal und Zeitaufwand. Es ist nicht mit dem Verkauf eines reinen Designobjektes getan.

s-i-p.de: Siehst Du langfristig einen Paradigmenwechsel in der Uhrenbranche, weg von der traditionellen Uhr, hin zur Smartwatch?

Marcel Kemmann: Für mich ist das eine ähnliche Frage wie “Was sollte ein Smartphone können?”. Möchte ich eine eierlegende Wollmilchsau haben? Dann bekomme ich aber auch mitunter Features, die ich gar nicht benötige. Für den einen ist daher das Spezialprodukt oder ein Klassiker sinnvoller, andere möchten die Allround-Lösung. Wir wollen den User hier nicht bevormunden. Der Markt wird in den kommenden Jahren zeigen, ob es zu einem Paradigmenwechsel kommt.

s-i-p.de: Hand auf”s Herz: Welche Version der ZenWatch trägst du privat lieber?

Marcel Kemmann: Bis gestern habe ich aufgrund noch nicht verfügbarer Geräte die ZenWatch 2 Generation getragen. Zugegebenermaßen mit einem ZenWatch 1 Armband. Für die zweite Generation hatten wir nicht so ein schickes Dunkelbraun im Programm. Seit gestern bin ich aber hundertprozentiger Fan der ZenWatch 3.

s-i-p.de: Vielen Dank für das Interview.

 

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