Garmin tactix Bravo

Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test
  • Garmin tactix Bravo Test

571,00 € *

inkl. MwSt.

Kaufen bei amazon.de gewöhnlich Versandfertig in 1-2 Tagen

* Preis wurde zuletzt am 20. November 2017 um 8:18 Uhr aktualisiert.


Typ tactix Bravo
Marke Garmin

Technik und Funktionsumfang

Mit der tactix Bravo schickt Garmin seine Flaggschiff-Outdoor-Smartwatch für 2016 ins Rennen. Das auf militärischen Standards basierende Wearable ist der Gegenentwurf zu den Allroundern der Konkurrenz von Samsung, Motorola oder Apple.

Die tactix bravo besitzt kein Touch-Display, die Steuerung erfolgt über insgesamt fünf Hardware-Buttons, die ringsherum um das Gehäuse angebracht sind. Im Gegensatz zu LCD- oder AMOLED-Displays verfügt die tactix Bravo über ein so genanntes Chroma Farbdisplay. Das bedeutet, dass die Outdoor Smartwatch eingeschränkt Farben darstellen kann. Das 1,2 Zoll große Display wird per LED hinterleuchtet. Im Praxistest ist uns aufgefallen, dass das Display exzellent in hellen Umgebungen zu lesen ist. Es scheint mit einer Reflektionstechnik ausgestattet zu sein, denn sobald direkte Sonneneinstrahlung auf das Gerät trifft, ist das Display deutlich besser zu lesen als zuvor. Bisher hatten wir noch keine Smartwatch im Test, von der wir positiver überrascht waren was die Lesbarkeit im Hellen angeht. Leider kehrt sich das ins Negative um, sobald weniger Umgebungslicht da ist. Es reicht schon eine starke Bewölkung und man kann das Display nicht mehr gut lesen, wenn man frontal darauf schaut. Man muss die Smartwatch dazu etwas nach vorne neigen, dann entsteht plötzlich mehr Kontrast. Auch die blau leuchtenden Hintergrund-LEDs können hier nichts retten. Sie greifen erst, wenn man sich in fast komplett dunklen Räumen befindet. Dafür lässt sich das Display auf den so genannten Nachtsichtmodus umstellen, sodass die intelligente Uhr auch mit Nachtsichtgeräten lesbar ist.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Wie auch bei allen anderen Smartwatches hat Garmin für die tactix Bravo ein eigenes Betriebssystem geschrieben. Das funktioniert flüssig und kommt ohne Spielereien oder Animationen aus. Muss es auch, denn die Hardware der tactix Bravo ist nicht auf speicherintensive Betriebssysteme wie android wear ausgelegt. Beispielsweise sind nur 32 MB integrierter Speicher, der ausschließlich für die Kartennavigation genutzt wird, an Bord. Konkrete Angaben zu Prozessorleistung und Arbeitsspeicher macht Garmin nicht.

Als Outdoor Smartwatch mit klarem Fokus auf sportliche Aktivitäten wartet die Garmin tactix Bravo mit den entsprechenden Funktionen auf: Durch das eingebaute GPS-Modul lässt sich die Smartwatch ohne Smartphone nutzen. Mithilfe der durch GPS sowie durch das europäische Format GLONASS festgehaltenen Wegpunkte navigiert die tactix Bravo seinen User selbstständig zum Ausgangspunkt zurück. Darüber hinaus können manuell Wegpunkte gesetzt werden und das Gerät rechnet bereits vorausschauend, wie weit das Abenteuer gehen soll. Zudem werden Infos wie aktuelle Höhe, Temperatur, Luftdruck sowie Himmelsrichtung angezeigt. Einen Pulsmesser hat die Uhr hingegen nicht.

In Kombination mit den verschiedenen Szenarien, die man auf der Smartwatch auswählen kann, entsteht ein perfekter Navigationshelfer für das Handgelenk. Unter anderem lassen sich Outdoor-Aktivitäten bzw. Sportarten wie Laufen, Trailrun, Fallschrimspringen, Radfahren, Schwimmen, Triathlon oder Golf auswählen.

Um das in der Praxis zu testen, haben wir selbstverständlich den Selbstversuch gemacht. Mit Outdoor-Kleidung, Trecking-Schuhen, Überlebensrucksack, den beiden Hunden unseres Chefredakteurs und der tactix Bravo am Handgelenk brachen wir im Morgengrauen zu einem Trail in die Eifel auf. Zu Beginn der Wanderung checkten wir die Höhenmeter, den Luftdruck und die Temperatur um eine Prognose für den anstehenden Tag zu bekommen. Nach Auswahl des richtigen Trainingsmodus setzten wir auf der Smartwatch den Startpunkt und liefen die ersten 4 Kilometer. Zuvor individualisierten wir noch das Watchface der Uhr um die für uns wichtigen Informationen schnell angezeigt zu bekommen. Die Garmin tactix Bravo meldete sich in regelmäßigen Abständen bei uns. Sie setzte automatisch Wegpunkte, informierte über Höhenveränderungen und zeigte die aktuelle Himmelsrichtung an. Zwischendurch gerieten wir in einen heftigen Regenschauer, was der Uhr nichts anhaben konnte. Garmin hat das Gerät bis 100 Meter wasserdicht gemacht, sodass es auch bedenkenlos zum Schwimmen, Tauchen oder unter der Dusche genutzt werden kann.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Nach ca. 13 Kilometern und einer Zeit von ca. 3,5 Stunden waren wir am Ziel. Das gaben wir in Form des Zielpunktes in die tactix Bravo ein. Nun wurde es spannend, denn die intelligente Uhr sollte uns selbstständig wieder zum Ausgangspunkt zurück navigieren. Das funktionierte einwandfrei mithilfe des Echtzeit-Kompasses. Durch die gespeicherten Wegpunkte gab die tactix Bravo immer wieder Feedback, dass wir noch auf dem richtigen Pfad sind und zählte die Kilometer sowie die Zeit bis zu unserem Ausgangspunkt runter.

Die Smartwatch bietet außerdem die Funktion, Routen mit anderen tactix Bravo Nutzern per Bluetooth auszutauschen. Das konnten wir leider nicht in der Praxis testen, da wir für unseren Praxistest nur ein Testgerät zur Verfügung hatten.

Neben navigationsrelevanten taktischen Funktionen bietet die Garmin tactix Bravo auch für den Alltag einige Erleichterungen. Wie aus der konventionellen Smartwatch-Welt bekannt, kann die tactix bravo ebenfalls mit dem Smartphone gekoppelt werden und Benachrichtigungen anzeigen. Darunter fallen z.B. SMS, WhatsAPP, Facebook Nachrichten, Kalendereinträge, Erinnerungen, Emails und vieles mehr. Mit den Hardwaretasten scrollt man durch die Nachrichten und kann diese vollständig lesen. Bilder oder Videos unterstützt die tactix Bravo nicht.

Der 300 mAh Lithium-Ionen-Akku hat sich ebenfalls in der Praxis bewährt. Unser Ausflug dauerte ca. 7 Stunden und die Batterie der Smartwatch war zu ca. Dreiviertel noch geladen. Laut Herstellerangaben läuft die Uhr im GPS-Modus bis zu 20 Stunden, bei durschnittlicher Nutzung von Benachrichtigungen ca. 50 Stunden und im reinen Uhr-Modus bis zu 6 Wochen. In unserer 4-wöchigen Testphase mussten wir die Smartwatch genau zwei Mal laden.

Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass die mitgelieferte Ladeschale eher unhandlich ist. Die tactix Bravo wird per Ladepins aufgeladen, dazu muss allerdings das Armband der Uhr zumindest auf einer Seite ausgefädelt werden, sonst klickt sich das Wearable nicht richtig in die Ladeschale ein und lädt nicht. Wir finden, dass das Garmin etwas besser hätte lösen können, z.B. durch den Austausch einer Ladeschale durch einen Ladestecker, der magnetisch an den Ladepins haftet, ähnlich wie bei der Asus Zenwatch 2.

Und noch etwas ist uns negativ aufgestoßen: Die Vibrationsfunktion der Garmin tactix bravo ist ziemlich penetrant. Bei jeder Benachrichtigung vibriert die Uhr gleich doppelt und in einer Stärke, dass es fast schon unangenehm am Handgelenk ist. Es ist nicht zu empfehlen, die Smartwatch nachts auf den Nachttisch zu legen, denn die Vibration ist so stark, dass man vom Geräusch ständig aufwacht. Hier hätten wir uns gewünscht, dass Garmin an einen „Outdoor-” und „Indoor-Vibrationsmodus“ gedacht hätte.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Design und Verarbeitung

Outdoor- bzw. Fitness-Smartwatches waren bisher nicht für besonders hohen Tragekomfort und ein elegantes Design bekannt. Daran ändert sich mit der Garmin tactix bravo auch nichts Wesentliches. Mit Maßen von 51,5 cm Durchmesser und 16 mm Höhe gehört die Smartwatch definitiv in die Kategorie „klobig“. Das ist sicher der verbauten Technik geschuldet. Das Gehäuse besteht aus einem extrem robusten Hartplastik, die Oberseite wird einerseits durch eine geriffelte Edelstahl-Lünette, andererseits durch einen Saphirglas-Displayschutz veredelt. Der rustikale Charakter der Smartwatch wird durch insgesamt fünf nicht zu übersehende Torx-Schauben unterstützt.

Im Lieferumfang sind zwei geflochtene Nylonarmbänder enthalten. Das schwarze, standardmäßig angebrachte Armband lässt die Smartwatch etwas dezenter wirken, das olivgrüne Armband betont hingegen den Klopper am Arm. Wir finden, dass das Design der Garmin tactix Bravo sehr gut zu einer Outdoor Smartwatch nach militärischem Vorbild passt, hätten uns jedoch ein etwas schlankeres Gehäuse und damit mehr Tragekomfort gewünscht. Das Wearable wiegt inklusive Armband immerhin 80,5 Gramm. Verglichen mit klassischen Smartwatches sind das fast zwei Drittel mehr Gewicht am Arm.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Die Verarbeitung der hochwertigen Materialien ist erwartungsgemäß hervorragend. Sowohl das Gehäuse als auch die Hardwareknöpfe und das Armband fühlen sich sehr hochwertig an und lassen keinen Zweifel daran, dass die tactix Bravo 100 Meter wasserdicht ist.

 

Kompatibilität

Garmin setzt bei seinen Smartwatches auf ein eigenes Betriebssystem. Das hat den Vorteil, dass die tactix Bravo sowohl mit Android Smartphones als auch mit iPhones komplett kompatibel ist.

Dazu wird einfach die „Garmin Connect“ App aus dem entsprechenden App-Store geladen. Das Gerät wird dann wahlweise per Bluetooth 4.0 LE gekoppelt oder in ein WLAN eingebunden und synchronisiert sich so mit dem Smartphone. In unserem Test hat das mit einem iPhone und einem Samsung Galaxy S6 Edge einwandfrei geklappt.

Durch die im Teil „Technik und Funktionsumfang“ angesprochenen Module wie z.B. GPS lässt sich die Garmin tactix bravo aber auch ohne Smartphone gut nutzen. Tagesdaten werden zuverlässig erfasst und eine Synchronisation findet automatisch statt, sobald eine Verbindung mit dem Smartphone hergestellt ist.

Lobend ist auch die Garmin Connect App zu erwähnen, die sehr viele Optionen bietet und alle getrackten Daten verarbeitet und analysiert. Die grafische Oberfläche ist ebenfalls angenehm, durch die Optionsvielfalt braucht man aber schon einen Moment, bis man die Aufmachung der App gänzlich versteht. Im Vergleich mit anderen Fitness-Apps wie z.B. Google Fit oder Apple Health liefert die Garmin App deutlich detaillierte Infos.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Preis/Leistung

Garmin ruft für die tactix Bravo einen stattlichen Preis von 699,99 Euro auf. Damit zementiert das Unternehmen die Vorahnung, dass die tactix Bravo das Outdoor-Flaggschiff schlechthin ist. Wir sind der Meinung, dass der Funktionsumfang, die verbauten Sensoren sowie das selbst entwickelte Betriebssystem sicher viel wert sind – aber keine 700 Euro.

Dazu hätte zumindest das Gehäuse durchgängig aus einem Leichtmetall und ein Pulsmesser an Bord sein müssen. Darüber hinaus wäre ein LCD-Display mit mehr Farben eine Bereicherung gewesen, wenngleich dieses bei starker Sonneneinstrahlung seine Schwächen gezeigt hätte.

Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen halten wir einen Preis von maximal 550 Euro für gerechtfertigt und müssen daher in dieser Kategorie Punktabzug geben.

 

Garmin tactix Bravo Test

 

Autor:
Garmin tactix Bravo Test

571,00 € *

inkl. MwSt.

Kaufen bei amazon.de
gewöhnlich Versandfertig in 1-2 Tagen

* Preis wurde zuletzt am 20. November 2017 um 8:18 Uhr aktualisiert.